11
Aug
08

Die Schlacht um Auberdine

Dass nach der Niederlage von Menethil eine weitere Offensive gegen die Truppen der Allianz erfolgen würde war abzusehen. Doch keiner konnte ahnen mit welch Grausamkeit der nächste Vorstoß angekündigt wurde. Köpfe enthaupteter Nachtelfen wurden in Auberdine und Astranaar entdeckt – eine mit Blut geschriebene Kriegserklärung an die Kal’Dorei.
Die Bewohner von Ashenvale und Darkshore wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Bündnisse für den Verteidungsfall wurden geschlossen, Grenzpatroullien verstärkt. Alles musste nun sehr schnell gehen. Ein Angriff schien unmittelbar bevor zu stehen.

Ein paar Tage vergingen, als das Horn von Tyresian durch die Wälder von Ashenvale hallte. Späher berichteten, einige feindliche Kämpfer in den östlichen Wäldern gesehen zu haben. Die bereitstehende Truppen der Verbündeten wurden heranngezogen. Viele waren gekommen: Die Schwarzbärte, der Wildhammerklan, Eiskalt, Die Tränenwache und viele Andere, um den Nachtelfen beizustehen.
Im Verlaufe des Tages gingen immer mehr Meldungen von gesichteten feindlichen Truppen bei den Heerführern ein. Von Osten, vom Westen, vom Norden, von allen Seiten her schienen die gegnerischen Truppen vorzustoßen. Es war schwierig einzuschätzen bei welcher der Meldungen es sich nur um unbedeutende Partisanen handelte, und von welcher die eigentliche Gefahr ausging. So wurden immer wieder Truppenbewegungen zwischen Astranaar und Auberdine vorgenommen, die die Reiter viel Anstengung kostete. Dann jedoch, zu forgeschrittenener Stunde, gingen gesicherte Meldungen ein, dass die Streikräfte der Horde sich bei Auberdine formiert hatten. Bis auch die letzten Verteidiger aus Astranaar angekommen waren, hatten die Truppen des Sonnenzorns und der Kriegshändler bereits das Hafengebäude unter ihre Gewalt gebracht. Allerdings brachte die Allianz die Situation sehr schnell unter Kontrolle. Das Gebäude wurde umstellt. Ein Verband von Eiskalt näherte sich dem Hafen von Norden. Es war schwierig abzusehen, mit wievielen Gegnern man es zu tun hatte, da das Gebäude die Sicht auf die Truppen verhinderte und eine zuverlässige Einschätzung der Lage unmöglich machte. Doch konnte man nicht länger warten. Für große Reden war keine Zeit mehr. Zuviele unschuldige Nachtelfen fanden bereits ihren Tod.
Und dann waren die Truppen nicht mehr zu halten. Kampfschreie erfüllten das sonst so stille Dorf. Der Haupteingang wurde gestürmt – Äxte wurden geschwungen, Pfeile schossen durch die Luft, Zauber blendeten die eigene Sicht. Blut spritze und die gellenden Schreie unzähliger Kreaturen, verschlungen von den dicken Holzwänden des Kontors. Nach wenigen Minuten war alles vorbei und die Ruhe legte sich wieder über das Dorf. Man sah sich um. Man war froh die eigenen Freunde lebend an seiner Seite wieder zu finden. Die Schlacht war gewonnen, aber es war eine Schlacht David gegen Goliath. Die Überzahl der Allianz lies die Schlacht zur Schlachtung werden. Man gewährte den Besiegten ihre Verletzten zu bergen und auch ihr Oberhaupt verschonte man. Gesten der Menschlichkeit in einem unmenschlichen Krieg…


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